AGENDA INNENSTADT
ÖSTERREICHISCHER STÄDTEBUND SETZT INITIATIVE ZUR STÄRKUNG DER INNENSTÄDTE

Der Österreichische Städtebund hat sich seit 2015 zum Ziel gesetzt, die Städte in Innenstadtfragen untereinander zu vernetzen, gemeinsame Sichtweisen zur Förderung der Innenstädte zu erarbeiten und mit Know-How, Kontakten, Ideen laufend zu unterstützen.

Jede Stadt braucht maßgeschneiderte Lösungen 
Kleinstädte in peripheren Lagen kämpfen vermehrt gegen Leerstand von Wohnungen, Geschäftsflächen und Gasthäusern – sogar in früher erstklassigen Lagen. Die Innenstadt muss mehr sein , als bloßer „Konsumraum“.

Größere Städte haben oft einen Einzelhandelsflächenüberhang in äußeren Stadtbereichen, der ebenfalls zu Leerstand im Zentrum – hier allerdings vorrangig in B und C-Lagen führt. Diesen „Donut-Effekt“ bei dem entleerte Stadtzentren einem Wulst an Nutzungen und Funktionen am Stadtrand gegenüberstehen, weisen immer mehr Mittelstädte auf. 

Ansatzpunkte zur Revitalisierung der Innenstädte 
Die Aufgabenpalette der Städte ist vielfältig und reicht von Maßnahmen für den Denkmalschutz und Einzelhandel über die Themen Verkehr und Siedlungsentwicklung hin zu Wohnen und Gemeinwesen. Denn nicht zuletzt ist es die versierte Immobilienwirtschaft mit ihren (niemals eingelösten) Versprechungen, durch Einkaufszenten am Stadtrand zusätzliche Arbeitsplätze für die Gemeinde zu schaffen, der die Verwaltung begegnen muss. Denn einerseits ist die Personalintensität des Facheinzelhandels doppelt bis dreimal so hoch, wie jene im Bereich von Discountern und Fachmärkten am Stadtrand, andererseits fällt neue Kaufkraft nicht vom Himmel, ein Mehr am Stadtrand bedeutet in der Regel ein Weniger in der Innenstadt. Und dadurch werden innerstädtische Arbeitsplätze von EKZs am Stadtrand massiv bedroht. 

Der gesamte Maßnahmenkatalog ist als „Agenda Innenstadt“ auf der Homepage des Städtebundes verfügbar (www.staedtebund.gv.at).