DORNBIRN UNTER DURCHSCHNITT
ORTS- UND STADTKERNHANDEL

In der letzten Kaufkraftstrom- und Einzelhandelsstrukturuntersuchung (KAVO) der CIMA Austria wird den Vorarlberger Orts- und Stadtkernen ein positives Zeugnis ausgestellt. Während in anderen Bundesländer die Umsatzanteile sanken, sind in Vorarlberg seit 2009 die Umsatzanteile stabil (31 % im Jahr 2009, 32 % im Jahr 2015). 

Einzelne Standorte, wie Götzis, Rankweil und Bregenz, konnten ihre Orts- und Stadtkernumsätze leicht steigern. Während allerdings in Gemeinden wie Bregenz
und Götzis der Innenstadt-Anteil der Kaufkraft bei über 45 % liegt, liegt er in Dornbirn nur bei 25 % - also deutlich unter dem Vorarlberger Durchschnitt.

Dies spiegelt sich auch in der innerstädtischen Flächenproduktivität wieder. Liegt beispielsweise Hohenems bei € 4.550,00 pro m2, Lustenau bei € 4.500,00 pro m2, Dornbirn bei € 3.950,00 pro m2.

Besonders deutlich werden diese Unterschiede bei der Übersicht der Verkaufsflächen in Innenstädten. So liegen beispielsweise in Hittisau 86 %, in Götzis 64 % und in Bregenz 43 % aller Verkaufsflächen innerorts, so sind dies in Dornbirn nur mehr 24 % aller vorhandenen Verkaufsflächen. Ein deutlicher Trend nach unten.

Grundsätzlich ist bedenklich, dass nur mehr ein Drittel der verfügbaren Kaufkraft in Innenstädte fließt. Der Anteil des Online-Handels lag 2015 bei rund 5,4 %. Wenn die Diversität in den Innenstädten, also ein guter Branchenmix, erhalten bleiben soll, braucht es Bewusstseinsarbeit bei KonsumentInnen genauso wie ein klares Bekenntnis gegen Verlagerungen von kurz- und mittelfristigen Handelsgütern in periphäre Gebiete.

Flächenproduktivität* zentrale Handelsstandorte Veränderungen zu 2009 und 2001
Quelle: CIMA Austria, 2016

* Flächenproduktivität = Umsatz/Verkaufsfläche
** 2001 Wert gültig für Bludenz, ohne Bürs
Angaben in EUR pro m2